Diese Häufung von Katastrophen weltweit: Beben, Tsunamis, Wirbelstürme, Überschwemmungen. Entsetzen allenthalben über soviel Leid der Betroffenen. Mit vielen Toten und ungezählten Verletzten. Aber eine Verletzte wird selten genannt, obwohl sie an allen Ereignissen beteiligt war: Die gemeinsame Mutter aller, die Natur. 
Die Mutter alle Katastrophen.

Sie schlägt zurück, um ihren lästigsten Widersacher, den Menschen, endlich loszuwerden. 

Jeder redet vom Klimawandel, der vor der Tür steht, wenn man nicht an der stetig wachsenden Umweltverschmutzung, ja -zerstörung arbeitet. Wobei daran heftig gearbeitet wird. Besser wäre es, dieser Entwicklung, gerade auch in den Entwicklungsländern, entgegenzuwirken. Hier ist man stolz auf verbesserte Wärmedämmung, während anderswo auf der Erde billig Produkte unter Außerachtlassung aller Umweltaspekte produziert werden. Produkte, die allein deswegen dort hergestellt werden, damit wir sie dann günstiger erwerben können, als wenn sie hierzulande gefertigt würden. Die wir dann in unseren gut gedämmten vier Wänden verwenden, bis wir sie wegwerfen und neue kaufen. Die ausrangierten Dinge entsorgen wir hier, aber umweltfreundlich. Was durch die neu hergestellten Gegenstände mehr als aufgewogen wird.
Aber die Katastrophen, die daraus resultieren, passieren auch weit genug entfernt.

Weit genug, um uns zu treffen, aber nahe genug, um beim Verfolgen der Nachrichten betroffen zu sein.

Oder ist das alles nur Einbildung und die subjektive Sicht der Häufung nur auf bessere Sensationsberichterstattung zurückzuführen? Ist es normal um diese Jahreszeit, daß irgendwo auf der Welt Menschen Opfer von Naturgewalten werden? Wobei etwa Sizilien, wo fast unbemerkt auch tödliche Überschwemmungen stattfanden, nur eine Flugstunde entfernt liegt.  
Oder 15 Autostunden, was auch keine bessere Umweltbilanz aufweist.

Die Natur schlägt zurück. Während wir noch debattieren, bis zu welchem Jahr wir um wieviel Prozent die Umwelt weniger schädigen könnten.
Nach uns die Sintflut.

Es könnte sein, daß das nicht nur ein Spruch ist.

 
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