Deutsche Sprache - schwere Sprache. Und vor allem keine logische. Auch wenn das die Sprachreformer immer nicht glauben: Man kann eine gewachsenen Sprache nicht logischer machen, indem man die Regeln ändert.

Ein Beispiel für die Inkonsequenz ist mir vor kurzem aufgefallen:
Die Verkürzung von Pronomen und Artikel durch Verschmelzung zu einem Wort ist nicht immer möglich.

Normalerweise kann man "an das Herz" genauso gut sagen wie "ans Herz". Oder "ins Wasser" statt "in das Wasser". Oder "zum Oktoberfest" anstatt "zu dem Oktoberfest" (nicht zu verwechseln mit "zudem zu dem Oktoberfest".
Allerdings ist die Verkürzung nicht ausnahmslos zulässig. So läßt das "für" nur sächliche Artikel zu, im dritten Fall. Wobei "an" auch männliche Artikel erlaubt, auch im dritten Fall. "Zu" hingegen läßt auch weibliche Artikel zu, wird dann zu "zur".

Da finde einer durch.
Umgekehrt ist die Verlängerung aber auch nicht immer möglich. So kann einem "zum Heulen" sein, aber niemals "zu dem Heulen". Das erkläre einmal einem Ausländer.
Es ist zu dem Heulen. 
Zurück zu Home