Das Gefühl am Ende des Sommers, als wenn schon wieder alles vorbei wäre. Als wenn man sich verabschieden müßte. Als wenn man sich jetzt einigeln müßte, bis die Sonne wieder die Oberhand bekommt. Abschiedsschmerz von etwas, was nahtlos verschwindet.
Dabei ist es der Kreis der Jahreszeiten, der sich dreht.

Und wo etwas endet, da beginnt etwas Neues.

Sicher hätte man noch mehr machen können, hätte noch öfter schwimmen gehen können, hätte öfter in Cafes sitzen können und die sommerlich gekleideten Menschen sich beobachtet fühlen sehen können. Hätte öfter durch hohes Gras schreiten können, während viele kleine Heuhüpfer nach allen Seiten wegspringen. Hätte mehr Eis essen können, draußen übernachten können mit nichts als dem Sternenzelt über dem Kopf. Hätte sich öfter mit Freunden im Biergarten treffen können. Hätte zu mehr Open-Air-Konzerten gehen können.
Hat man aber nicht.

Wenn man nur das Gefühl mitgenommen hat, etwas verpaßt zu haben, dann hat man etwas falsch gemacht.

Dann hilft auch kein Sommer mehr. Wenn man sich pro Sommer an einen Tag am Strand, an einen Cafebesuch, an ein Eis und einen Gang durch eine Sommerwiese erinnert, an ein Konzert und einen schönen Abend mit Freunden: Dann ist doch schon viel gewonnen.
Mehr kann man der Zeit gar nicht abgewinnen als Erinnerungen, die bleiben.

Zuviele davon nehmen den einzelnen Ereignissen den Erlebniswert. Besser, man hatte wenigstens ein paar denkwürdige Momente, als daß der Sommer zu einem einzigen Event verschwimmt und alles im Trüben des Vergnügungshungers verschwindet.
Und ich freue mich auch auf das, was kommt. 
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