Anknüpfend an meinen kleinen Artikel "Prophezeihung": Haben Materie und Geist überhaupt eine Wechselwirkung? Gesetzt dem Fall, es gibt rein Geistiges, ohne Materie zu sein: Wie können sich Immaterielles und Materie dann berühren? Sie müßten dann doch gewissermaßen unabhängig voneinander existieren.
Oder ist Geist nicht vollständig immateriell?

Oder Materie nicht zur Gänze ausschließlich fassbar?

Daß etwa Seele und Körper in einer ambivalenten Lage sind, kann man leicht an sich selbst erkennen: Wenn man sich körperlich weniger gut fühlt, etwa krank ist, wirkt sich das auch auf den Geisteszustand aus. Umgekehrt hat eine negative Gemütslage oft Krankheit oder zumindest körperliches Unwohlbefinden zur Folge.
Der menschliche Körper scheint aber ganz Materie, der Geist mangels sichtbarer Befunde hierzu vollständig Geist zu sein.

Und dennoch sind sie miteinander verbunden.

Muß man sich das als Bereich vorstellen, in dem Körper und Geist sich berühren, der Körper also teilweise immateriell und der Geist teilweise Materie wird? Ideen kann man auch verwirklichen, das heißt, zu Materie werden lassen. Ideen sind aber wohl rein geistigen Ursprungs. Sicher sind die Körperteile, mit denen man letztlich die Idee verwirklicht, Teil des materiellen Körpers. Meist handelt es sich hierbei um die Hände, die wiederum von den Muskeln gesteuert werden, diese durch die elektronischen Vorgänge in den Nerven. Diese Steuerung kommt aus dem Gehirn, wo sie sich als messbare Vorgänge in den Gehirnzellen und Synapsen darstellen lassen.
Ist das alles? Oder springen irgendwann die rein immateriellen Ideen auf die Nervenimpulse im Gehirn über und werden somit zu Materie?

Sofern Geist nicht nur Einbildung ist durch die Vernetzung im Gehirn: So könnte man es sich eben so vorstellen.

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