... ist bekanntlich Sch., aber der Sound ist irre. Wobei schon Kriege irgendwie irre sind. Herrscher, die letztlich nicht den Kopf hinhalten, erklären anderen Herrschern den Krieg. Und alle bewegen Untertanen dazu, den Kopf hinzuhalten und das eigene Leben zu riskieren. Sicher, heute sind es Demokratien, die die alten Herrscher abgelöst haben. Und die Untertanen haben Rechte. Dennoch ziehen immer noch Untertanen in kriegerische Auseinandersetzungen und kommen in Kisten nach Hause. Wenn sie nicht sogar lebend, aber traumatisiert in die Heimat zurückkehren. Dort steckt man ihnen Orden an, aber wirklicher Dank, wie versprochen, winkt nicht.
Selbst schuld, wenn man sich freiwillig in Gefahr begibt.

Über Denkmäler, feierlich eingeweiht, wächst Moos. und die Daheimgebliebenen arbeiten sich hoch und kriegen Kinder, während die Soldaten auf die Treue ihrer Verlobten hoffen.

Daran hat sich nicht viel geändert. Nur die Kriegsziele haben sich ein wenig gewandelt. Ging es früher gegen den bösen Erbfeind, soll man nun Frieden über die Welt bringen. Als wenn im fernen Land plötzlich alle Waffen verstummen, nur, weil man mit deutschen Waffen und deutschen Werten auf völlig andere Mentalitäten trifft. Nur, weil man glaubt, auf der Seite des Guten zu sein. Nicht jeder will westliche Werte in der Welt, das wollen nicht einmal alle westlichen Menschen. In unserer Mitte gibt es genug, die von Gleichberechtigung und Toleranz herzlich wenig halten. Die Worte von Toleranz klingen auch hohl in den Ohren verarmter Staatsangehöriger, die ihre Armut dem Reichtum westlicher Werte verdanken.

Sie bekämpfen uns, weil wir sie bekämpfen.

Nicht einmal die Nomenklatur ist eindeutig. Man darf den Einsatz in Afghanistan nicht "Krieg" nennen, weil das die Gegner angeblich erhöhen würde. Obwohl alles, was dort passiert, deutliche Zeichen des Krieges trägt. Wofür sterben dort deutsche Söldner? Und weswegen? Wäre deren Tod schrecklicher, würde man ihn kriegsbedingt sehen? So ist man nicht im Kampf gefallen, man ist einfach gestorben. Und die Angehörigen können das schreckliche Scheitern nicht einmal mit Heldenpathos betrachten, es ist wohl nur ein Unfall gewesen.
Hauptsache, die Taliban haben davon keinen Nutzen.

Als wenn diese sich nicht über tote Gegner freuen würden, egal, aus welchem Grund.

Krieg ist immer sinnlos, besonders vor dem Hintergrund, wieviel Geld damit verdient wird. Und was die wahren Ziele sind. Warum man keine westlichen Werte etwa in die Unruhegebiete in Afrika bringen will obwohl auch dort westliche Werte mehr als gefragt wären, ist nur dann nachvollziehbar, wenn man sich vergegenwärtigt, daß es dort zum Beispiel keine Ölvorkommen gibt. 
Man hat dort kein Interesse an westlichen Werten, weil sich das nicht in finanzielle Werte verwandeln läßt.

Dafür läßt man seine Untertanen nicht deren Köpfe hinhalten. 
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