Es geht so schnell: Einmal mit der Maus auf die falsche Stelle auf dem Bildschirm gefahren und dabei mit dem nervösen Zeigefinger geklickt, schon ist man mitunter eine ganze Stange Geld los. Und zwar echtes Geld, nicht nur virtuelles. Für einen Ausflug in die virtuelle Welt zahlt man hierzulande noch mit echtem Geld, auch, wenn dies bargeldlos abgebucht werden kann. Auch, wenn es sich um einen Teil der Welt handelt, den man nicht besuchen wollte. Verfährt man sich in der realen Welt, kehrt man einfach um und ist allerhöchstens ein wenig Sprit los. 
Ein Verfahren im Netz kann allerdings zu einem Verfahren in der echten Welt führen, wenn man sich verfahren hat und diesen Umweg nicht bezahlen will.

Denn im Eintreiben von Geld sind die Betreiber so mancher Seite genauso gut wie zu verschleiern, daß man soeben im Begriff ist, eine kostenpflichtige Leistung zu erhalten.

Der Angloamerikaner ahnt gar nicht, daß die Verwender dieser Links eben das sind: Link, weil oftmals unfair. Links geklickt, schon ist man den Linken auf den Leim gegangen. Diese Anordnung ist allerdings nicht politisch gemeint, denn die tendenziell eher Linksdenkenden stehen den in Links denkenden meist kritisch gegenüber. Weil es sich um Fortschritt handelt, der die Freiheit des Einzelnen eher einschränkt, denn durch Möglichkeiten erweitert. Erweitert werden allermeist nur die Möglichkeiten der Geldmacher , die skrupellos jeden Irrtum zahlungspflichtig registrieren.
Ihr PC hat sich in diese Seite eingewählt, es ist Ihr PC, also müssen Sie auch zahlen.

Während man im Straßenverkehr für fast jede Verfehlung einen Verursacher benötigt und der Halter in aller Regel nicht haftbar gemacht werden kann für die Sünden eines anonymen Fahrers, ist im Netz immer der Halter respektive Besitzer des Computers beziehungsweise derjenige, der angemeldet ist, in der zivilrechtlichen Haftung. Das nimmt weder Rücksicht auf den Jugendschutz (wenn sich der zweijährige Knirps nachts einen Bagger bestellt, wie unlängst passiert), noch auf unberechtigten Zugang, wenn sich Hacker fremde Leitungen zunutze machen (dann hätte man sein System halt besser sichern müssen).
Wer ins Netz geht, der zappelt dann darin, wenn der Computer anbeißt.

Und der Köder ist der Link, der unerwünscht sich einfach zur Verfügung stellt.

Dem kann man zwar durch Aufmerksamkeit entgehen. Aber so weit will der durchschnittliche User nicht gehen. Kaum aber läßt er sich gehen, schon ist es passiert: Nur aus Neugier einmal den Link angeklickt, schon landet man irgendwo.
Wenn man Glück hatte, hier, was nichts kostet.

Außer Zeit, es zu lesen. 
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