Mein Blog wird 100, allerdings Tage, alt (das ist etwas, was mich mit dem neuen, amerikanischen Präsidenten verbindet). Damit ist die Schonfrist wohl vorbei. Werden, nachdem ich bislang vor allem freundliche Kommentare hatte, nun die Wölfe, die sich bislang zurückgehalten haben, über mich her fallen?
Die netten Tage sind vorbei.

Wobei der Zuspruch unterschiedlich war.

Von bis zu 300 Besuchern am Tag waren auch Durststrecken mit nur einstelliger Besucherzahl zu vermelden. Freilich habe ich am Anfang ein wenig die Werbetrommel gerührt und mich in der Folgezeit allein auf das Schreiben konzentriert.
Und ein wenig darin geübt.

Schnell gewöhnt man sich einen Stil an, der mit der Zeit leicht von der Tastatur geht. Wollten am Anfang die Gedanken sich noch nicht so leicht in Worte gießen lassen, fällt es mir zunehmend weniger schwer, den Gedankenfluß unmittelbar ins Netz einzuspeisen. 

Jubliäen, selbst kleine, sind auch immer ein Anlaß, ein wenig Bilanz zu ziehen. 

Der Blog hat sich ein wenig in meinen Tagesplan eingereiht, will jeden Tag mindestens eine gute, halbe Stunde beschäftigt werden, wobei meine liebe Frau am nächsten Tag noch Korrektur liest (und, wie es der Fehlerteufel so will: Meist findet sich ein oder auch mal mehrere Vertipper, die mir auch beim mehrmaligen lesen nicht aufgefallen sind). Und selbstverständlich schaue ich morgens als erstes in die Statistik, wobei mich am Anfang der schnelle Aufstieg in die Top 40 von Overblog gefreut hat (mittlerweile habe ich die Charts aber wieder verlassen).
Und abgesehen von ein wenig Ärger mit der Obrigkeit (darauf gehe ich nicht näher ein) habe ich auch vor allem positive Resonanz und auch ein wenig Austausch von Gedanken angestoßen. 

Mehr kann man gar nicht erwarten.

Und wenn ich so täglich raisonniere, welche Gedanken heute angesprochen werden sollten, kommen mir meist mehr als eine Idee, wobei ich die nicht verwendeten auf eine Liste schreibe, die noch ausreichend lang ist (nur für den Fall, daß ich an einem Tag nicht wissen sollte, über was ich schreiben sollte).
Ich habe wenig Angst, daß ich eines Tages nichts mehr zu sagen hätte.

Es gibt so viel, worüber man nachdenken kann.

Zum Beispiel, neue Leserschichten zu erschließen. Doch wieder ein wenig mehr Reklame machen und auch ein bißchen ins Netz hinaus spamen? Ein paar überraschte Zeitungsleser hierher locken und ein paar Zeilen lesen lassen? Oder einfach auf den Faktor Zeit bauen und die Sache sich selbst entwickeln lassen?
Mal sehen, man muß Geduld haben.

Geduld zählt allerdings zu den Tugenden, die ich nicht habe.
 
Ich danke all meinen Lesern bis hierher. Und weiter.
Denn ans Aufhören denke ich nicht.

Warum auch: Wo das Schreiben soviel Spaß macht. 
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