Kaum jemand, der in seinem Sprachschatz keine einzige Beleidigung hat, in seinem aktiven Wortschatz wohlgemerkt. Lange vorbei die Zeiten, als Schimpfwörter noch nicht zum guten Ton gehörten und man meinte, Kindern, die schmutzige Wörter in den Mund genommen hatten, diesen mit Seife auszuwaschen. Verbalinjurien gehören immer noch nicht zum guten Ton, meinen Sie? Nachdem sich bereits viele echte Literaten bemüht haben, aus Gründen der Authentizität ihre Figuren schimpfen zu lassen wie die Rohrspatzen, nachdem sich immer mehr Frauen selbst als "Schlampen" bezeichnen, ja, in der Öffentlichkeit mit T-Shirts herumrennen, die allen verkünden, wie weit es mit der eigenen Geschlechtsehre her ist.
Allerdings manchmal vielleicht unfreiwllig.

So ist mir eine junge Dame bekannt, die ihre Affinität zur Rockband "Slut" allenthalben auf ihrer Oberbekleidung kund tat. Und dies auch, wohl in Unkenntnis der Bedeutung, in Amerika, wo sie sich überall merkwürdigen Blicke vor allem männlicher Amerikaner ausgesetzt sah.
Auch aus Amerika kommt eine Radiokultur, die sich vor allem auf unflätige Ausdrücke aufbaut. Und daß so manche Talkshow im Fernsehen mehr piepst als reden läßt, ist auch hierzulande bekannt (insbesondere aus dem Privatfernsehen).

*(Vermerk: Auf ausdrücklichen Wunsch eines meiner Abonnenten habe ich den Rest gelöscht)*


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