Der gewöhnliche Amerikaner hat es zunehmend schwer. Die These, daß Amerika (gemeint: NORDamerika!) der Nabel der Welt ist, wird immer mehr infrage gestellt. Man meinte sogar, sich allgemeiner Beliebtheit zu erfreuen (diese These ist allerdings schon lange eher wacklig). Sogar die großen Errungenschaften der Menschheit wurde Amerika geneidet.

Thomas Alva Edison ist der Erfinder der Glühbirne? Nein, selbst die hat ein Brite erfunden, weit vor dem Amerikaner. Joseph Wilson Swan hatte sein Patent 2 Jahre vor Edison.

Alexander Graham Bell (übrigens ebenfalls ein Brite) war auch zu spät: Der Deutsche Johann Philipp Reis erfand ein funktionierendes Telefon weit vor seinem britischen Landsmann (der seinen Apparat dann in den USA vermarktete).

Selbst Charles Lindbergh war nicht der erste, der im Alleinflug den Atlantik überquerte. Man schätzt, daß er etwa der 67. war. Allerdings hatte er weit mehr Sinn für Public Relations als seine Vorgänger, die unerkannt in irgendwelchen schottischen Hochmooren landeten.

Jetzt aber reicht es. Make america great again. Sie wissen es. Und wollen es ändern. Man will sich nicht mehr von einem gewöhnlichen Europäer, oder, schlimmer, von einem dahergelaufenen Chinesen oder Inder auf der Nase herumtrampeln lassen. Und sind schon wieder zu spät. Üblicherweise war man Trendsetter. Alles, was in den Staaten hip war, schwappte früher oder später nach Europa. Jetzt aber übernimmt man ein "Amerika den Amerikanern" wieder von den Europäern. Von "Ungarn den Ungarn", "Polen den Polen" und "Österreich den Österreichern" (wenn auch nur zu 49,7%). Wieder nicht Erster. Wie konnte das passieren? Wo man doch den Nationalstolz quasi erfunden hat.

Vielleicht doch die nächste, gute oder schlechte Idee gleich patentieren lassen.

Zurück zu Home