Der oft gepriesene Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" ist meiner Ansicht nach falsch. Er will zwar sagen, daß diejenigen, die dem Islam anhängen und hier leben, zum deutschen Volke dazugehören und das Recht haben, ihre Religion hier auszuüben. Das ist sicher richtig und in einem modernen Rechtsstaat selbstverständlich.

Aber Deutschland ist ein Staat, eine Gebietskörperschaft, eine eigene Rechtspersönlichkeit. Und damit etwas Weltliches. Davon streng zu trennen ist die Religion, die etwas Privates ist und eben nicht staatlich angeordnet oder gar Grundlage des Staates sein darf.

Religion und Staat sind strikt zu trennen.

Sicher werden jetzt Einige sagen: "Aber die christlichen Werte sind Grundlage des deutschen Staates".

Abgesehen davon, daß schon unklar ist, welche Werte das genau sein mögen und warum diese Werte nicht auch buddhistisch oder islamisch sein sollen, teilen auch die meisten Atheisten, die ich kenne, grundlegende Werte. Gottlos zu sein bedeutet nicht, Werte zu haben. Wie auch so einige Christen in der Geschichte (und auch aktuell) auf grundlegende Werte nichts gegeben haben - und übelste Verbrechen begangen haben und begehen - alles im Namen der Kirche. Wenn Kirchen sich in die Politik einmischen, sind die Gründe meist wenig human oder altruistisch.

Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Ebenso wenig wie das Christentum oder das Judentum. Deren Anhänger sind hier willkommen. Aber die Politik tut gut daran, sich an Gesetze zu halten.

Und nicht an Glauben.

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