Wenn ein Mensch (oder Unmensch) seine Familie auslöscht aus persönlichen Gründen, dann wird oftmals schnell die Vermutung geäußert, der Täter müsse doch "krank" sein. Weil ein "normaler" Mensch das nicht mache. Abgesehen davon, daß die Schwelle, wann jemand krank, nämlich schuldunfähig ist, deutlich höher ist, als allenthalben angenommen (die Bandbreite menschlicher Charakterzüge und Verhaltensweise ist deutlich größer als wir es alle wahrhaben wollen), fällt mir vor allem folgender Gedanke auf:

Wenn jemand einen anderen des Geldes wegen ermordet, also des schnöden Mammons wegen, vermutet kaum jemand einen Krankheitswert dahinter.

Sind wir alle so materiell veranlagt, daß uns Geld als Grund für die Tötung eines Menschen ohne weiteres einleuchtet, private oder familiäre Gründe aber nicht?

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